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Bericht Appaloosa EM in Aachen vom 13.-16.10.2011
Seit 2007 richtete der ApHCG nun zum 5. Mal in Folge in Aachen die Europameisterschaft aus. Diesmal waren es 118 - meist bunte - Pferde und Reiterinnen und Reiter aus 9 europäischen Nationen, welche die Albert-Vahle-Halle „bevölkerten“. Gegen das etwas graue Oktoberwetter begann das „bunte Treiben auf der Soers“ schon am Mittwoch mit dem deutschen Bundeschampionat.
Am Donnerstag (13.10.2011) begann der „Indian Summer“ und die EM der Appaloosa.

Im Vergleich zu letztem Jahr waren in den Jackpot- und Jugendklassen bei den Starterzahlen leichte Rückgänge zu verzeichnen. Diese wurden jedoch durch eine enorme Steigerung in den Open Klassen mehr als ausgeglichen. Erfreut stellte Wiebe Lise, der Manager der Meldestelle fest, dass mit 470 Starts im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 15% zu verzeichnen war. Mr. Dan Williams, Mrs. Janette Steffl, C.W. Bill Englund, Mrs. Kathryn A. Kit Kope bildeten das Richterteam aus den USA.
Zum dritten Mal in Folge begleitete Mrs. Diana Rushing, Mitglied des Board of Directors des ApHC den gesamten Ablauf der Europameisterschaft.
Dieses Jahr nahmen am Jugendaustauschprogramm des ApHC Jessica Peterson und Kelsey Wilson teil. Beide reisten 4 Tage vor der EM an. Trotz der nur kurzen Zeit der Vorbereitung starteten sie mit den Pferden UT I Am The Future und UT Big Major Hands erfolgreich in verschiedenen Open-Klassen. Die beiden Jugendlichen wohnten auf der Anlage Tolksdorf und wurden von Familie Adam betreut. Elisabeth Adam, die selbst auch schon am Jugendaustauschprogramm teilgenommen hat und ihre Familie sorgten dafür, dass Jessica Peterson und Kelsey Wilson neben der EM auch noch einige Sehenswürdigkeiten von Deutschland besuchen konnten.
Der Live Stream hielt alle auf dem Laufenden
Wer dieses Jahr nicht bei der EM in Aachen dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit die Wettkämpfe über den Live Stream auf der HP zu verfolgen. Die zeitnahe Veröffentlichung der Ergebnisse führte sicher dazu, dass der Live Stream von circa 2000 Besuchern täglich genutzt wurde. Neben dem Live Stream vermittelten auch die vielen Fotos der EM, die zeitnah als Thumbnails auf die Verbandshomepage gestellt wurden, das diesjährige „EM-Feeling“.
Das Sponsoring dieses Jahr übertraf die Erwartungen
Bemerkenswert und erfreulich war dieses Jahr das außerordentlich großzügige Sponsoring der EM durch einige Sponsoren. Insgesamt gab es 5 Sättel zu gewinnen, eine Menge hochwertiger Sachpreise und viele nützliche Utensilien rund ums Pferd.
Das Hauptsponsoring erfolgte durch Uwe Wipprecht (
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). Er stellte 4 Sättel und Sachpreise im Wert von insgesamt 10 000,- € zur Verfügung. Da lohnte ein Titelritt. Die Gewinnerin des Youth All Round Championtitel, der Sieger in der Junior Reining und die Siegerin der Reining 18 & Under konnten je einen hochwertigen Reining Sattel ihr eigen nennen. Der Red Rock Sattel, den es am Samstagabend in der Working Cowhorse zu gewinnen gab, wurde von Wippi´s Sattelkammer für Pferd und Reiter maßgearbeitet.
Der tschechische Sattler Tom Zajac sponserte ebenfalls einen Reiningsattel aus seiner Serie „Grischa“ für den Sieger der Non Pro Reining. In vielen anderen Klassen, mit Schwerpunkt auf den Jugendklassen, gab es sehr viele hochwertige Sachpreise, beispielsweise sehr schöne Kopfstücke, Showhalfter, Buckles, bestickte Abschwitzdecken der Computerstickerei Caramasov GmbH, Pferdepflegeutensilien von der Firma KEBO und von Wippis World und Wippis Sattelkammer zu gewinnen. Auch der Fotoservice für den ApHCG ist ein Sponsoring dieser EM.
Das Meeting der europäischen Verbände
Die Vorstände der europäischen Verbände nutzten – wie die Jahre zuvor - die Europameisterschaft als eine Gelegenheit, sich zu treffen und die Planung der nächsten Europameisterschaften zu besprechen. Der ApHC Switzerland wird die nächste EM ausrichten. Diese wird vom 04. - 07.10.2012 in Mooslarque (Frankreich) stattfinden. Darüber hinaus wurden weitere wichtige Themen ange-sprochen und Informationen zwischen den Affiliates und dem Mutterverband aus-getauscht. Es zeigte sich, das der Gendefekt PSSM in den europäischen Verbänden sowie auch in der USA Thema ist. Wie die Züchter mit dem Thema PSSM umgehen sollen, können Sie im internen Mitgliederbereich der ApHCG Homepage nachlesen.
Der Stand der Futurity/Maturity in 2011
Dieses Jahr starteten 6 Pferde in der Maturity und 22 in der Futurity. Im Vergleich dazu gab es im Vorjahr 36 Starts, 24 in der Futurity und 12 in der Maturity. Aufgrund eines Zuschusses von 2500,- € durch den Verband konnte im letzten Jahr ein Preisgeld von 8160,- € ausgeschüttet werden. Das Preisgeld dieses Jahr betrug, ohne Zuschuss des Verbandes, 3860,- €. Aufgrund der rückläufigen Tendenz bei den Startern in den Futurity- und Maturity-Klassen gilt es daher für den ApHCG, zukünftig das System der Futurity/Maturity neu zu überdenken.
Der ApHCG fördert und motiviert seinen reiterlichen Nachwuchs
Bemerkenswert viele Kinder starteten auf dieser EM und das auch sehr erfolgreich. Der 7 jährige Milan Verberne aus den Niederlanden beispielsweise gewann mit Us HD Sweet Dream die Leadline 10 & under , sowie die Most Colorfull. In der Youth Halter erreichte er den 2. Platz.
Die Jugendklassen erfreuten sich ebenfalls großer Beliebtheit. In der Verteilung der gesponserten Sättel und Sachpreise wurden vor allem die Jugendklasse sehr großzügig bedacht. Als zusätzlichen Anreiz hatte Barbara Breuer in ihrer Funktion als Vorstand Jugend des ApHCG erstmalig einen Youth Nation Cup ausgelobt. Die Idee entstand aufgrund der Befragung von jugendlichen Teil-nehmenden auf der EM 2010. Den Jugendlichen war es sehr wichtig, sich kennen zu lernen und miteinander in Kontakt zu kommen. So entstand die Idee aus teilnehmenden Kindern und Jugendlichen der EM 2011 Mannschaften zu je 4 Reitern/Reiterinnen zu bilden. Alle Einzelwertungen wurden der Mannschaft zuge-ordnet. Täglich konnten der aktuelle Punktestand an der Meldestelle abgelesen werden. Am Samstagnachmittag gab es dann die Siegerehrung des Nationscup, bei der es sehr viele wertvolle Sachpreise zu gewinnen gab.
Der Showdown der EM begann schon am Samstagnachmittag mit den jüngsten unter den Reiterinnen und Reiter, die in der „Leadline 10 & Under“ ihre Kenntnisse unter Beweis stellten. In den letzten 5 Jahren erfreute sich die Leadline einer stetig zunehmenden Starterzahl. Auch wenn die Richter wohlwollend den reiterlichen Nachwuchs betrachten, müssen die Kinder in der Leadline zeigen, dass sie ihre Pferde selbständig reiten und rückwärtsrichten können. Ein Erwachsener mit Führzügel geht nur zur Sicherheit neben dem Pferd.

Der Samstagabend, Showdown und Ausklang der EM 2011
Wie
Wie immer, war die Jackpot Reining eines der Highlights der EM und eröffnete das Samstagabendprogramm. Es lockten insgesamt 650,- € Preisgeld, verteilt auf die ersten 3 Ränge. Jakob Thoma mit UT Docs Quixote im Besitz von Dietmar Hoferichter siegte. Silber ging an Thomas Helmle mit Nics Peppy Kayla und Bronze erhielt der Schweizer Daniel Schmutz mit Kings Spotted Dry.
Auf einer EM der Appaloosa darf das bunte Treiben einer Heritage-Klasse nicht fehlen. In dieser „appaloosaspezifischen“ Disziplin erinnern die Reiterinnen und Reiter in ihren meist handgefertigten indianischen Kostümen an die Wurzeln der Herkunft der Appaloosa. Die Pferde sollen sich in dieser Prüfung locker präsentieren und Nervenstärke zeigen. In der Heritage der Herren erhielt Thomas Furtwängler mit Black Indian Dream für seinen sehr authentischen Auftritt den 1. Platz.
In der Heritage der Frauen war es die Britin Janette Keeley, die sich am besten vorbereitet hatte und mit ihrem Pferd Lets Role Zip MMR den Titel holte.
Der Tod, die Schickse, ein Pirat, ein Alpenmädel, eine Kungfu-Kämpferin, ein Trapper und – oh Wunder, ein Cowboy ritten dieses Jahr die Freestyle Reining. Für Originalität und Stimmigkeit der Verkleidung erhalten die Reiter maximal 2 Punkte. Alles Weitere liegt beim reiterlichen Können. Aufgrund der auf die Musik abgestimmten Kür stellt die Freestylereining einen hohen Anspruch an Pferd und Reiter.
Die Rinderklasse Working Cow Horse am Samstagabend war ein weiteres Highlight der Europameisterschaft. Die Familie Götz war mit Vater und Tochter stark vertreten und lieferte sich einen Kopf an Kopf – Kampf um den 1. und 2. Platz. Es siegt hier die Tochter, Katharina Götz mit Signed By Chex.
Dr. Achim Götz belegte mit One of a Sign den 2. Platz. Den Familienfrieden hat der Sieg der Tochter nicht gefährdet, im Gegenteil. Dr. Achim Götz freute sich für seine Tochter und meinte schmunzelnd: „Diese EM hat mir richtig viel Spaß gemacht.“
Neben den spannenden Ritten der Working Cow Horse erfreute das Publikum das sehenswerte „Hand-Cutting“ hinter der Bühne und vorm Ausgang. Die „Cowboys“ Torsten Bauriedl, Fadi Fattou und Horst Berg sorgten hier für den reibungslosen Ablauf mit den jungen energiegeladenen Rindern.
Mit der Working Cowhorses neigte sich der Samstagabend seinem späten Ende zu. Anschließend luden der erste und zweite Vorsitzende des ApHCG spontan all´ diejenigen ein, die sich zu so später Stunde noch bei den Ställen aufhielten.
Jeder brachte was mit und so war es ein fröhliches und geselliges Miteinander an der Abreithalle, das bis in die frühen Morgenstunden währte. In den lebhaften Gesprächen drehte es sich oft um das eine, das uns alle verbindende und immer wieder faszinierende Thema: den Appaloosa. „Wie immer war es eine harmonische und gutorganisierte Veranstaltung.“ fand Dr. Achim Götz, der am ApHCG die familiäre Atmosphäre schätzt.
Auch der 1. Vorsitzende, Uwe Tolksdorf, freute sich über die gute Stimmung im ApHCG, der ja als kleinste Züchtervereinigung der Westernpferde mit dieser EM ein sehr erfolgreiches Jahr abschließen kann. „Das war ein wirklich gutes Jahr für den Verband. Wir haben so einiges gestemmt. Und das alles wäre nicht zu schaffen gewesen, ohne eine große Schar fleißiger Helfer. Daher danke ich an dieser Stelle allen, die zum reibungslosen Verlauf der EM und aller Events des ApHCG beigetragen haben! Bleibt nur noch das eine zu sagen: Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen und Euch bei der nächsten Europameisterschaft im Oktober 2012 in Mooslarque!“
Bericht: Regina Fahle, Bilder: Maike Thorun/Robert Robaldo und Regina Fahle
(Das Aufräum-Team und Fege-Kommando von links nach rechts:
Uwe Tolksdorf, Regina Fahle, Torsten und Elke Bauriedl, Britta Schielke, Horst Berg, Martin und Karola Pohl, Daniel Norff)
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